Harninkontinenz

In Deutschland leidet jeder 10. an einer Harninkontinenz. Die Harninkontinenz ist jedoch keine einheitliche Erkrankung und kann viele Ursachen und Ausprägungen haben. Sie entsteht durch anatomische und hormonelle Veränderungen des Beckenbodens und der Blase. Zum Beispiel nach Operationen, Bestrahlungen, Übergewicht, Schwangerschaften, Geburten und/oder den Wechseljahren. Einige der Betroffenen haben ebenfalls Schwierigkeiten den Stuhlgang zu halten.
Die 2 Hauptformen der Harninkontinenz sind die Belastungsinkontinenz und die Dranginkontinenz. Häufig liegt auch eine Kombination der beiden Formen vor.
Es gibt viele gute Behandlungsmöglichkeiten der Harninkontinenz, die von der Art der Inkontinenz und Ihren Lebensumständen abhängen. Sprechen Sie mit uns darüber!


Dranginkontinenz, Überaktive Blase

Wissen Sie auch immer genau wo die nächste öffentliche Toilette ist? Bei einer überaktiven Blase besteht häufiger, überfallsartiger, nicht unterdrückbarer Harndrang. Zum Teil auch Nachts, mit Blasenschmerzen oder unwillkürlichem Urinverlust. Dabei meldet die Blase dem Gehirn, dass sie voll sei, obwohl es gar nicht so ist.
Die Behandlung kann nach einer Beratung und Untersuchung je nach Ursache medikamentös erfolgen. Und in manchen Fällen ist die Botox-Behandlung der überaktiven Blase auch eine sehr effektive Therapie.


Belastungsinkontinenz

Hierbei kommt es beim Husten, Lachen oder beim  Sport zu unwillkürlichem Urinverlust. Die Ursache ist meist eine Beckenbodenschwäche. Bei Frauen tritt sie häufig nach Geburten auf. Aber auch Männer nach eine Prostatakrebsoperation können von diesem Problem betroffen sein.

Die Basis jeder Therapie der Belastungsinkontinenz ist das Beckenbodentraining. Nach Anleitung bei einem guten Physiotherapeuten sollten sie ihren Beckenboden täglich zu Hause trainieren. Oft kann hierdurch schon eine deutlich Besserung der Beschwerden bis zur kompletten Heilung erreicht werden.
Sicher ist auch, dass eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht die Kontinenz deutlich verbessert. Manchmal kann auch eine medikamentöse Therapie unterstützend wirken.
Wenn diese Maßnahmen nicht helfen kann an eine Inkontinenzoperation gedacht werden